Zuckerhaltige Getränke treiben den Cholesterinspiegel nach oben

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Den Cholesterinwert im Auge zu behalten, ist wichtig für unsere Herzgesundheit – das ist uns wohl bewusst. Waren wir jedoch bisher der Überzeugung, dass vor allem die Verwendung und der Verzehr tierischer Fette sich auf unseren Cholesterinspiegel auswirken und in der Konsequenz reduziert oder gemieden werden müssen, belehren uns jüngere wissenschaftliche Studien eines Besseren. Beim Genuss von Spirituosen war schon immer klar, dass wir unserem Organismus auch in Bezug auf unser Herz-Kreislauf-System schaden und die so genannten "Softdrinks" wie Cola, Fanta oder Sprite, süße Limonaden und Fruchtschorle weniger als Durstlöscher denn als "Cholesterin- und Blutzucker-Treiber" einzuordnen sind, das sollten wir uns verinnerlichen.


Der regelmäßige Konsum zuckerhaltiger Getränke geht erwiesenermaßen mit einem Risiko für erhöhte Blutfettwerte einher. Das hat der Vergleich von Personen, die nur ab und an zu süßen Getränken greifen und solchen, die das täglich und ausgiebig tun, ergeben.
Generell ist beim Cholesterin zu unterscheiden zwischen dem HDL (High Density Lipoprotein – "HabDichLieb"-Cholesterin) welches der Entstehung von Arteriosklerose sogar entgegenwirkt, und dem LDL (Low Density Lipoprotein), dem "Liederlichen" Cholesterin, das sich an die Wände der Blutgefäße klammern, so genannte "Plaques" bilden und Engpässe bauen will. Die bekannten Folgen sind Arteriosklerose, Bluthochdruck, die koronare Herzkrankheit, jene gesundheitlichen Einschränkungen, die wiederum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.


Nun haben die Vergleichs-Untersuchungen ergeben, dass die Gefahr erhöhter LDL-Cholesterin- und Triglycerid-Werte bei jenen Probanden, die bevorzugt und regelmäßig Süßgetränke konsumieren, um 98 Prozent größer ist. Die süßen, bunten Getränke beeinflussen die Cholesterinwerte also zugunsten des "schlechten" und zuungunsten des "guten" Cholesterins. Auf lange Sicht betrachtet haben sich die Blutfettwerte bei den Softdrink-Liebhabern insgesamt und tendenziell zunehmend verschlechtert.
Gefahr erkannt – Gefahr gebannt


Gut zu wissen, dass wir schon alleine durch unsere Getränkeauswahl die Entwicklung unserer Cholesterin- und Triglycerid-Werte beeinflussen können. Die einfachsten Lösungen sind manchmal die Besten. Wasser gibt es in vielen Variationen: Natur, mit Kohlensäure versetzt, Mineralwasser, oder die "adelige Variante" aus der Leitung, mit einer Zitronenscheibe im Glas. Manche von uns sind heiß auf Tee. Wasser ist nicht zwingend langweilig, aber genau das, was unser Körper braucht. Auch den Fruchtschorle-Fans raten wir, auf Wasser umzusteigen und zum Verzehr der ganzen Früchte, wie Äpfel (bevorzugt ungeschält), Orangen, Pfirsiche, Johannisbeeren etc. Sie liefern uns nämlich wirklich das gesamte Gute des Obstes, einschließlich wertvoller Pektine, die sich natürlich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.

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