Was tun gegen den Winterblues?

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Wenn die Tage trübe sind und die Gedanken dementsprechend, sollte man auf sich achten, um nicht in eine typische Winterdepression zu verfallen. Kurze, kalte Tage, die wir drinnen verbringen, nachdem es uns morgens einige Überwindung gekostet hat, überhaupt das warme Bett zu verlassen, und endlos lange Nächte können die Ursache sein. Das drückt nicht nur auf unsere Stimmung, sondern bremst unseren Tatendrang. Wir fühlen uns eher antriebslos und schlapp.


Es mag naturgegeben sein, dass in der kälteren Jahreszeit unser Energiepegel herunterfährt. Doch leider passen sich die Anforderungen, die an uns gestellt werden, nicht an diesen natürlichen Rhythmus an. Fast zu beneiden sind Igel, Murmeltiere, Bären und Co., die Winterschlaf oder zumindest -ruhe halten dürfen, um im Frühling vorsichtig die Nase herauszustrecken und sich von der Sonne wieder wachkitzeln zu lassen. Uns Menschen dagegen ist es nicht gestattet, unser erhöhtes Schlaf- und "Wellness"-Bedürfnis derart auszuleben. So sollten wir auch nicht versuchen, fehlende Sonnen-Momente mit Süßigkeiten zu kompensieren.


Dass wir im Winter weniger wundervoll und witzig sind, ist naturgegeben; wenn jedoch ein Tiefpunkt dem nächsten folgt und sich dieser Zustand bis ins Frühjahr hineinzieht, spricht man von einer Winterdepression. Bei dieser saisonal-affektiven Störung (SAD, Seasonal Affective Disorder) kann es neben den bereits genannten Symptomen wie erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebslosigkeit, Heißhunger auf Süßes und Fettiges zu einer permanent bedrückten Stimmung, Ängstlichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Geschätzt plagen sich jährlich 400.000 Menschen mit diesem "Winter-Seelen-Blues". Berücksichtigt man die Tatsache, dass vor allem jahreszeitlich bedingter Lichtmangel als Auslöser gilt, wird klar, dass "sich in seinem Bau zu verkriechen" die falsche Taktik ist. Schließlich geht mit weniger Licht eine geringere Produktion des Glückshormons Serotonin einher; der Melatonin-Spiegel dagegen steigt an, da das Schlafhormon müde Männer und Frauen noch müder macht.
Was also tun gegen den Winterblues?

  • Da der Lichtmangel nicht selten mit einem Vitamin-D-Mangel einhergeht (die Reserven des vorangegangenen Sommers sind gegen Ende des Winters meist aufgebraucht), kann eine Vitamin-D-Substitution oft Abhilfe schaffen.
  • Beliebt, weil stimmungsaufhellend, ist auch Johanniskraut.
  • Zwei gehäufte Teelöffel mit einem Viertelliter Wasser zum Kochen bringen, nach 10 Minuten abseihen. Zwei bis drei Tassen täglich können getrunken werden. Sprechen Sie uns gerne betreffend der individuellen Dosierung und auch bezogen auf Wechselwirkungen bei Medikamenten, die Johanniskraut beinhalten, an.
  • Eine gute Versorgung mit Mineralien wie Eisen (zelluläre Energieversorgung, Sauerstofftransport), Kalium (gut für Herz und Nerven) oder Magnesium (krampflösend und stress-reduzierend) wirkt sich ebenfalls positiv auf unseren Gemütszustand aus.
  • Die Sinne zu erfreuen mit etwa sommerfrisch duftender Bettwäsche, einer bunten, leuchtenden Tischdecke, vielleicht mit floralem Design ist auch eine Alternative.
  • In ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen sind auch Aromaöle für die Duftlampe, als Körperöl oder fürs Badewasser! Orange und Zitrone, Rosenholz, Patchouli, Geranium, Neroli, Rosenholz, Eisenkraut, Bergamotte, Lavendel … lassen die Melancholie verdurften.
  • Und eines noch, das sogar besser ist, als eine Stunde täglich im Freien zu verbringen: Zwei Stunden täglich im Freien zu verbringen. Durch moderate sportliche Anstrengung steigt die Effektivität, da auch Sport die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin provoziert.

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