Vollmilch ist auch gesund

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Lange Zeit hatte Vollmilch nicht unbedingt den besten Ruf. Der hohe Fettgehalt würde dick machen, sogar Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten durch das Fett in der Vollmilch begünstigt werden. Tatsächlich unterscheiden sich Vollmilch und fettarme Milch erheblich durch ihren Fettgehalt. Während dieser bei fettarmer Milch zwischen 1,5 und 1,8 Prozent liegt, sind es bei Vollmilch 3,5 Prozent – ein deutlicher Unterschied. Wenn Milch, dann also fettarm?
Tatsächlich ist Vollmilch deutlich besser als ihr Ruf. Dass es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Vollmilch und Übergewicht oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt, ist inzwischen widerlegt. Darüber hinaus gibt es sogar Studien, die zu dem Schluss kommen, dass Menschen, die regelmäßig Vollmilch zu sich nehmen, sogar weniger zu Übergewicht neigen. Wenn man also normalgewichtig ist und keine gesteigerte Notwendigkeit besteht, Gewicht zu verlieren, kann man ruhig bei der Vollmilch bleiben.
Was den Gehalt an Vitaminen und anderen wichtigen Nährstoffen wie Kalzium und Jod betrifft, unterscheiden sich fettarme Milch und Vollmilch nicht. Das enthaltene Eiweiß, Vitamin B12 und andere Nährstoffe sind wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Als Erwachsener kann man diese Bestandteile der Milch zwar prinzipiell auch über andere Lebensmittel zuführen, muss aber nicht zwangsläufig auf Milch verzichten, wenn man nicht möchte.
Besonders wichtig ist Milch für Kinder, denn Kinder, die Milch konsumiert haben, entwickeln stabilere Knochen. Ihr Risiko, später an Osteoporose zu erkranken, ist geringer, als wenn sie ohne Milch aufwachsen würden. Auch bei Kindern gilt: Ist das Gewicht normal, spricht nichts gegen Vollmilch.

Vollmilch mag also mehr Kalorien haben als fettarme Milch, ist aber dennoch gesund. Tatsächlich verfügt sie auch über einen gewissen Sättigungsfaktor. Vollmilch zum Frühstück, zum Beispiel in Kombination mit Müsli, hält also länger satt, schützt vor Heißhunger-Attacken am Mittag und trägt damit sogar dazu bei, dass man nicht auf die Schnelle zu ungesunden Snacks greift.
Trotz aller gesunden Aspekte taugt Milch aber nicht zum Durstlöschen. Es spricht nichts gegen ein kleines Glas oder eine Tasse Milch am Tag; seinen Flüssigkeitsbedarf sollte man jedoch trotzdem durch Wasser oder Tee decken.

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