In der Fastenzeit Gewohnheiten hinterfragen – zum Beispiel mit Alkoholfaste

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Am 02. März beginnt die diesjährige Fastenzeit. Schon lange werden diese sechs Wochen nicht mehr unbedingt im traditionellen Sinne gedeutet, sondern mehr individuell genutzt. Sechs Wochen sind ein guter Zeitraum, um eigene Gewohnheiten zu hinterfragen und auszuprobieren, ob es nicht auch einmal "ohne" geht. Dabei lassen sich womöglich auch ungesunde Verhaltensweisen aufspüren und ändern.
Manche Menschen verzichten in diesen sechs Wochen auf das Auto, um auch der Umwelt etwas Gutes zu tun. Andere lassen sechs Wochen lang die Süßigkeiten weg oder verzichten sogar komplett auf jeden Zucker. Eine weitere Möglichkeit, die Fastenzeit zu nutzen, ist das Alkoholfasten. Gründe, die dafür sprechen, gibt es viele: Alkohol ist, wenn er in unserem Alltag auch weitgehend normalisiert ist, ein Gift. Zu große Mengen schädigen auf lange Sicht die Organe. Der Konsum von Alkohol wirkt sich zudem negativ auf den Blutdruck und den nächtlichen Schlaf aus. Der sprichwörtliche Schlummertrunk ist nämlich mehr Mythos als Fakt. Zwar schläft man nach dem Konsum von Alkohol möglicherweise schneller ein, insgesamt schläft man jedoch unruhiger und die Qualität des Schlafes leidet stark. Am nächsten Morgen ist man entsprechend nicht ausgeschlafen und erholt, sondern unausgeruht. Dieser Effekt betrifft auch nicht unbedingt nur den nächsten Morgen, sondern kann sich über weitere Tage bzw. Nächte hinziehen.
Wenn man den Alkohol weglässt, verbessert sich nach relativ kurzer Zeit sogar das Hautbild. Alkohol entzieht dem Körper nämlich Wasser. Die Haut braucht aber ausreichend Flüssigkeit, um glatt und straff zu bleiben. Trocknet die Haut durch den Alkohol aus, bilden sich schneller Falten, auch Unreinheiten werden begünstigt. Das Alkoholfasten macht also tatsächlich einen schöneren Teint.
Auch auf das Gewicht kann sich Alkohol auswirken, da Alkohol recht viele Kalorien hat. Zum Essen eingenommen, trägt er häufig dazu bei, dass man mehr isst. Wenn man außerdem nachts nicht genug geschlafen hat, kommt es am nächsten Tag schneller zu Heißhungerattacken. Der Verzicht auf Alkohol kann also auch zur Gewichtsabnahme führen, weil man weniger isst. Heißhungerattacken werden reduziert und die Kalorien im Alkohol einspart.

Die positiven Effekte des Alkoholfastens sind bereits nach einer Woche nachweisbar. Noch deutlicher treten sie nach einem Monat zutage. Menschen, die so lange auf Alkohol verzichten, sind in aller Regel konzentrierter, leistungsfähiger, die allgemeine Stimmung ist besser, das Hautbild hat sich verbessert und viele haben an Gewicht verloren. Da die Fastenzeit sogar länger als einen Monat dauert, wird man also am Ende des Alkoholfastens den Unterschied in jedem Fall bemerken. So ist direkt sichtbar, was man für seine Gesundheit getan hat.

Das Alkoholfasten eignet sich darüber hinaus auch, um festzustellen, wie schwer einem der Verzicht fällt. Gerade in Zeiten der andauernden Pandemie nimmt der Alkoholkonsum zu. Dabei sollte man darauf achten, nicht aus Gründen von Stress oder Niedergeschlagenheit mehr zu trinken. Mit dem Alkoholfasten lässt sich gut überprüfen, ob man noch ein gesundes Trinkverhalten hat oder ob der Verzicht schon zu schwer fällt. Ist Letzteres der Fall, kann es sogar angeraten sein, in Zukunft besser ganz auf Alkohol zu verzichten, damit man nicht in die Nähe des Suchtverhaltens kommt.

Die Fastenzeit ist aber nicht nur geeignet, um die eigenen Gewohnheiten in Bezug auf Alkohol genauer zu betrachten und womöglich zu ändern. Man kann sich auch vornehmen, auf den abendlichen Serienmarathon zu verzichten und stattdessen früher ins Bett zu gehen oder ein Buch zu lesen. Auch sechs Wochen Verzicht auf Fleisch sind eine Idee, um auszutesten, wie man mit vegetarischer Ernährung zurechtkäme. Das bereits erwähnte Autofasten kann dazu genutzt werden, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.
Der Verzicht mag am Anfang schwer fallen, aber womöglich stellt man schließlich fest, dass die positiven Effekte überwiegen. Die eine oder andere neue Gewohnheit möchte man dann nach der Fastenzeit vielleicht sogar beibehalten.

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