Hautpflege in den Wechseljahren

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Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme …, diese Auswahl möglicher Begleiterscheinungen des Klimakteriums müssten doch genügen, um den betroffenen Frauen das Leben zumindest etwas unangenehmer zu machen. Nein, es kommt noch dicker, beziehungsweise dünner – betrachtet man unser größtes Organ, die Haut. Diese zunehmende Dünnhäutigkeit ist hauptsächlich dem sinkenden Östrogenspiegel geschuldet: Weniger Feuchtigkeit wird gespeichert, die Haut verliert an Elastizität, erste Fältchen bilden sich und nicht selten entstehen Pigmentflecken; die Kollagenproduktion nimmt ab und mit ihr die Festigkeit des Gewebes.
Als Frau sah man sich früher diesem Geschehen ziemlich wehrlos ausgeliefert – glücklicherweise ist die Frau von heute in einer besseren Position. Gerade auf dem Gebiet der Hautalterung wurde viel geforscht und die gewonnenen Erkenntnisse helfen, dass uns die Lebensjahre nicht mehr so offensichtlich ins Gesicht geschrieben sind. Es wird ab der Menopause zunehmend wichtiger, der Haut die nötige Fürsorge angedeihen zu lassen und ihr zu geben, was sie braucht. Pflegesünden, welche die junge Haut verziehen hat, steckt die reife Haut nicht mehr weg.
"Schönheit kommt von innen" – das ist die schon mal die halbe Wahrheit. Viel zu trinken, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren mit reichlich Gemüse und Obst (Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe), genügend Eiweiß und im Gegenzug mit Zucker und "schnellen" Kohlenhydraten und sowieso mit Genussgiften eher sparsam umzugehen, hat sich nicht nur aus optischen Gründen bewährt.
Die zweite Hälfte der Wahrheit betrifft die inzwischen anspruchsvollere Pflege: Kompliziert ist sie nicht, man/frau sollte nur wissen wie! Vielleicht müssen einige alte Gewohnheiten revidiert werden, etwa die Reinigung betreffend. Bei der ohnehin trockener und sensibler werdenden Haut ist weniger mehr! Alkoholische Gesichtswasser beispielsweise entziehen der Fett und Feuchtigkeit. Gut geeignet sind dagegen Mizellenprodukte, die sanft zur Haut und daher auch für empfindliche Haut geeignet, aber gnadenlos zu Schmutz und Unreinheiten sind.
Sehr wichtig ist anschließend die Versorgung mit genügend Feuchtigkeit. Früher hat man bei der Pflege für reifere Haut vor allem auf fetthaltige Erzeugnisse gesetzt und die Versorgung mit Feuchtigkeit eher vernachlässigt. Heute weiß man, dass sehr gute Erfolge dadurch erzielt werden, dass direkt nach der Reinigung ein Serum aufgetragen wird. Seren ziehen sehr schnell ein und liefern der Haut genau das, was sie braucht. Das kann vor allem Feuchtigkeit sein (Produkte mit Hyaloronsäure eignen sich hier sehr gut), aber auch mit weiteren, spezielleren Inhaltsstoffen wie etwa Phytoöstrogenen oder Vitamin A, um eine straffende Wirkung zu erzielen. Gegen Pigmentflecken gibt es aufhellende Produkte, zweimal täglich angewendet zeigen sie bald ihre Wirkung.
Komplettiert wird der Schutz durch die passende Tages- beziehungsweise Nachtpflege. Bei Bedarf kann eine kühlende, abschwellende Augencreme ebenfalls nützlich sein. Ein Wort noch zur Tagespflege: Täglicher Sonnenschutz ist spätestens jetzt ein Muss, nicht nur um Hautverfärbungen/Pigmentflecken vorzubeugen.
Beherzigen wir diese Grundsätze, wird unsere Haut es uns danken.

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