Die richtige Körperhaltung für den Rücken

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Die richtige Haltung macht einiges aus. Sie beugt Verspannungen vor, entlastet die Wirbelsäule und sorgt so auch dafür, dass es seltener zu Rückenschmerzen kommt. Sich gerade zu halten und möglichst aufzurichten, gilt deswegen im Stehen genauso wie im Sitzen.
Ständige Fehlhaltungen führen zu den erwähnten Verspannungen und Rückenschmerzen. Rücken und Schultern können nicht nur verspannen, auf Dauer kann die falsche Belastung auch zu Schädigungen der Bandscheiben beitragen. Meistens achtet man jedoch zu wenig auf seine Haltung und steht oder sitzt so, wie es gerade bequem ist. Sind bereits Verspannungen oder sogar Schmerzen vorhanden, neigt man dazu, Schonhaltungen einzunehmen, um den Schmerzen zu entgehen. Damit tut man sich keinen Gefallen, sondern kann das Problem sogar noch verschlimmern.

Grundsätzlich gilt bei der richtigen Haltung vor allem: Möglichst gerade, nicht zu sehr nach vorne beugen und nicht in ein Hohlkreuz fallen.
Auch die Schultern befinden sich häufig in einer falschen Position, bei den meisten Menschen fallen sie nach vorne. Um die Schultern am besten in die richtige Position zu bringen, hilft es, sie nach hinten zu rollen. Bei richtiger Haltung befinden sich die Schultern unter den Ohren. Versucht man, die Schultern irgendwie in diese Position zu schieben, fallen sie häufig sehr schnell wieder nach vorne, weil sich die eigentlich korrekte Position unnatürlich anfühlt. Die Schultern nach hinten zu rollen, kann bei der Korrektur der Haltung helfen.
Auch auf die richtige Kopfhaltung sollte geachtet werden. Dabei den Kopf weder nach vorne recken noch nach hinten ziehen.
Die Beine sollten beim Sitzen nicht zusammengepresst und beim Stehen nicht komplette durchgestreckt, sondern leicht gebeugt werden. Während es sich beim Stehen von selbst ergibt, kann es sich beim Sitzen lohnen, auch auf die Füße zu achten. Wichtig ist dabei ein richtig eingestellter Stuhl zum Schreibtisch, um falschen Haltungen vorzubeugen. Ein Grund für falsche Haltungen können auch schlecht eingestellte Stühle sein, auch hier lohnt es sich also, einen genaueren Blick auf den Schreibtischstuhl zu werfen und unter Umständen die Einstellungen zu ändern.
Sowohl beim Stehen als auch beim Sitzen wird das Becken nach vorne gekippt und nicht nach hinten. Im Stehen führt es zu einem Hohlkreuz, wenn man das Becken nach hinten kippt. Ein Hohlkreuz kann sich auch einschleichen, wenn man versucht, einen runden Rücken zu stark zu korrigieren. Die einfachste Gegenmaßnahme, ein Hohlkreuz zu vermeiden, ist das Anspannen der Gesäßmuskulatur. Der untere Rücken wird dadurch in aller Regel automatisch in die richtige Position gezogen.
Beim Sitzen sollte man zwischendurch immer mal wieder aufstehen und sich kurz bewegen. Ein zu langes Stehen oder Sitzen sorgt immer für einseitige Belastungen, auch in einer geraden Haltung. Die Position regelmäßig zu wechseln, ist deswegen auch gesund für den Rücken.

Das Wichtigste jedoch ist ausreichende Bewegung! Von Natur aus sind Menschen dafür gemacht, sich täglich zu bewegen. Durch unsere moderne Lebensweise fällt vieles davon weg. Wir sind heutzutage zum Beispiel nicht mehr gezwungen, täglich große Strecken zu Fuß zurückzulegen. Das wirkt sich jedoch negativ auf die Muskulatur und die Körperhaltung aus. Wenigstens dreißig Minuten am Tag sollte sich jeder bewegen. Im Idealfall treibt man regelmäßig Sport, doch fast noch wichtiger ist es, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Ein täglicher Spaziergang hilft hier schon enorm. Die Treppe anstatt des Fahrstuhls zu nehmen oder eine Haltestelle früher auszusteigen und ein Stück weiterzulaufen, sind zum Beispiel Möglichkeiten, mehr Bewegung in die tägliche Routine zu bekommen.
Letzten Endes ist eine gerade Haltung auch ein wenig anstrengend und fordert die Muskeln in Rücken, Bauch und Gesäß. Diese Muskulatur gezielt zu trainieren, ist äußerst hilfreich, einer gesunden Körperhaltung wieder näherzukommen.

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